Ein schwarzes Kammerspiel über Einsamkeit, Abhängigkeit und den verzweifelten Wunsch nach Liebe.
In einem abgelegenen Haus im Westen Irlands leben zwei Frauen in einem fragilen Gleichgewicht aus Nähe und Gewalt, Fürsorge und Kontrolle: eine alternde Mutter und ihre erwachsene Tochter. Ihr Alltag ist geprägt von kleinen Ritualen, unausgesprochenen Vorwürfen und der stillen Angst, allein zu bleiben.
Als plötzlich die Möglichkeit eines anderen Lebens auftaucht — Liebe, Freiheit, ein Ausbruch aus der Enge — gerät dieses fragile System ins Wanken. Was als Hoffnung beginnt, entwickelt sich zu einem schonungslosen Machtkampf, in dem sich Abhängigkeit, Schuld, Angst und Sehnsucht unauflöslich miteinander verstricken.
„Die Schönheitskönigin“ erzählt von Menschen, die lieben wollen, aber nicht loslassen können. Von Beziehungen, die Halt geben — und zugleich zerstören. Von der Grausamkeit der Nähe und der Einsamkeit, die entsteht, wenn niemand mehr bleibt.
Das Künstlerkollektiv DIY Theater aus Charkiw ist ein freies Theater, gegründet 2015 in der Ukraine. Seit Beginn des Krieges leben die Mitglieder des Ensembles in verschiedenen europäischen Ländern. Trotzdem arbeitet das Theater weiter — in digitalen Proben, internationalen Residenzen und gemeinsamen Gastspielen.
Theater wird für das Ensemble zu einer Form des Widerstands gegen das Verstummen: als Raum, in dem man trotz Krieg, Exil und Trennung weiter sprechen, fühlen und handeln kann.
Diese Inszenierung verbindet die psychologische Präzision von McDonaghs Text mit der existenziellen Erfahrung einer Generation, deren Leben durch Verlust, Brüche und Unsicherheit geprägt ist — und macht das Stück zu einem hochak-tuellen, berührenden Theaterabend.
Nach dem Stück „Die Schönheitskönigin von Leenane“ von Martin McDonagh
Sprache: Ukrainisch mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 90 Minuten (ohne Pause)
Regie: Max Ievlev
Bühnenbild & Regieassistenz: Alina Koval
Choreografie: Nataliia Fedina
Eine Produktion des Künstlerkollektivs DIY Theater (Charkiw, Ukraine)