Kiel als Olympia-Segelort? Chancen, Risiken und Bürgerentscheid im Fokus.
Für die Ausrichtung der Segelwettbewerbe haben die deutschen Bewerber:innen aus Hamburg, Berlin, München und Rhein-Ruhr die Landeshauptstadt im Blick: Doch was spricht vor dem Bürgerentscheid am 19. April für und was gegen eine Kieler Bewerbung?
Es wird mal wieder Zeit? 54 Jahre ist es her, dass in Kiel zuletzt Olympische Spiele ausgetragen wurden. Davon zeugt heute noch immer das Olympiazentrum Schilksee, das vielleicht bald wieder Olympionik:innen aus der ganzen Welt beherbergen könnte. Im Zuge einer deutschen Olympia-Bewerbung für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 könnte die Kieler Förde zum Revier der Segelwettbewerbe werden.
Wenn sich Hamburg, München oder Nordrhein-Westfalen im Nominierungswettkampf beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) durchsetzen, wollen sie Kiel zum Austragungsort der Segelregatten machen. Die Hamburger locken gar mit der zusätzlichen Austragung der Rugby- und Handball-Wettkämpfe. Nur Berlin will mit Warnemünde statt Kiel ins Rennen gehen.
Wie erfolgversprechend wäre also ein Kieler Bemühen um eine neuerliche Bewerbung? Was würde die Ausrichtung für die Landeshauptstadt bedeuten? Würde es der Infrastruktur einen Schub geben, wie Befürworter:innen betonen? Oder doch eher ein Loch in den Haushalt reißen zulasten sozialer Politik, was Kritiker:innen prognostizieren?
Und: Sollten Vorwürfe über Korruption und mangelnde Transparenz beim Olympia-Ausrichter, dem IOC, bei der Entscheidung eine Rolle spielen?
Darüber wollen wir im taz Salon in der Hansa48 diskutieren.