Theater-Tanz-Performance von Angelika Neumann
Unsere Geschichtsschreibung blendet Frauen systematisch aus. Frauen veränderten die Welt und Männer ernteten dafür oftmals den Ruhm. Angelika Neumann bringt mit Schauspiel, Tanz und Videos bemerkenswerte und unbekannte Frauen von der Urzeit über die Französische Revolution bis zum zweiten Weltkrieg auf die Bühne.
Mileva Marić, Lucia Moholy, Margarete Steffin und Lise Meitner wurden ihrer Chancen beraubt und um ihr geistiges und künstlerisches Eigentum gebracht. Auch die „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ 1791 von Olympe de Gouges ist weitestgehend unbekannt. Stattdessen hält sich die Auffassung, Frauen wären seit früher Vorzeit an Heimstätten und Kinder gebunden. Geschichte würde von genialen Männern gemacht. Aus diesen Gründen stehen Frauen bisher im Schatten ihrer berühmten Antagonisten, Ehemänner und Kollegen. Robespierre, Albert Einstein, Bertolt Brecht und Walter Gropius haben Frauen auf dem Weg zum Ruhm ausgenutzt und bestohlen.
„Beklaute Frauen“ schreibt die Geschichte neu.
Die genannten Frauen waren wesentlich an wissenschaftlichen und künstlerischen Errungenschaften beteiligt, bzw. deren Urheberinnen zum Beispiel im Rahmer der Entdeckung der Relativitätstheorie, der Kernspaltung, der Künste am Bauhaus, den Theaterstücken des Epischen Theaters. In den Tänzen verkörpert Angelika Neumann zudem die vielen namenlosen Frauen, die durch ihre Arbeit, ihren Ungehorsam, das Aufziehen der Kinder Geschichte geschrieben haben.
Regie und Choreografie: Angelika Neumann
Im Anschluss das Gespräch mit den Zuschauenden