Im Winter 1863/64 wurde der im Exil befindliche Friedrich VIII. von Augustenburg für viele Menschen zum Hoffnungsträger und zur Symbolfigur der langersehnten Selbstständigkeit Schleswig-Holsteins von Dänemark. Als er im November 1863 seinen Erbanspruch auf das Land geltend machen wollte, entfachte das eine deutschlandweite Euphorie; die schließlich an den Realitäten der deutschen Großmächtepolitik zerschellte. Der Vortrag beleuchtet, wie sich die Unterstützung für Friedrich in Schleswig-Holstein und darüber hinaus entfalten konnte und welche politischen Erwartungen sich mit seiner Person verbanden. Zugleich wird deutlich gemacht, weshalb eine Bewegung für ihn, die zeitweise auf so breite Zustimmung stieß, am Ende dennoch keinen Erfolg hatte.