Vortrag von Prof. Dr. Filippo Carlà-Uhink (Potsdam)
Themenparks sind eine besondere Form immersiver Themenwelten: „abgeschlossene, großflächig angelegte, künstlich geschaffene“ Anlagen mit Attraktionen und Unterhaltungsangeboten, die historische, exotische oder phantasievolle Welten erfahrbar machen (Kagelmann). Durch kontrollierten Eintritt, räumliche Abgrenzung und sorgfältig inszenierte Atmosphären weisen sie gewisse Parallelen zu Residenzen auf; tatsächlich gelten Anlagen wie der Hameau de la Reine in Versailles bisweilen als Vorformen moderner Themenwelten. Architektur, Dekor, Vegetation, Musik und selbst Gerüche wirken zusammen, um Besucherinnen und Besucher möglichst vollständig in eine andere Welt zu versetzen und den Alltag auszublenden. Wird dabei eine vergangene Kultur rekonstruiert, kann man sogar von einer „Zeitreise“ sprechen (Holtorf). Die klassische Antike dient weltweit als Motiv für Themenparks und einzelne Themenbereiche. Der Vortrag untersucht, wie antike Architektur, Mythen und Bildwelten dabei adaptiert, vereinfacht und emotional aufgeladen werden.
Die Veranstaltung ist Partner von Science Comes to Town.