Ausstellungseröffnung »(In)visible Shapes the Visible«

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Gallery Cubeplus, Knooper Weg 104, 24105 Kiel

Ausstellung Kultur

15 künstlerische Positionen erforschen das Thema  “Wahrnehmung” in Dialogen und vielfältigen Perspektiven

Professor: Andreas Greiner
Kuratorin: Shi Shi

Mit:
Alica Siegele,
Farhang Rafiee  & Laleh, 
Freya Stoermer,
Hannah W. Wetzel, 
Hongzhu Chen,
Jane Han, 
Lina Akrami,
Maxim Lewandowski & Leonid Lewandowski 
Melina Julie Sieverling, 
Qi Shen,
Roxana Olympia Seehof & Carlotta Borcherding
Seoyeong Choi

Ausgehend von dem Thema “Wahrnehmung” haben sich die 15 künstlerischen Positionen dieser Ausstellung Fragen gestellt, Dialoge eröffnet und unterschiedliche Auffassungen erforscht. Sie reflektieren Erwartungen, Zweifel und Kritik, untersuchen Nähe und Distanz sowie die Erfahrungen und Reaktionen von Menschen in unsicheren und herausfordernden Situationen. Die Arbeiten bewegen sich dabei zwischen verschiedenen Themenfeldern: mikroskopische Lebenswelten und gesellschaftliche Fragestellungen, Erinnerung und Gegenwart sowie virtuelle und physische Räume. Sie richten den Blick auf verborgene Strukturen und Lebensformen, beschäftigen sich mit Prozessen der Rekonstruktion und Neuordnung und setzen sich zugleich mit persönlichen Emotionen, Mutter-Tochter-Beziehungen, Identitätsfragen sowie historischen, sozialen und politischen Zusammenhängen auseinander.

Sie fragt danach, wie unterschiedliche Wirklichkeiten entstehen und wie verschiedene Dimensionen der Betrachtung unser Verständnis von der Welt prägen.
Wie der Biologe Jakob von Uexküll mit seinem Konzept der "Umwelt" beschrieb, nimmt jedes Lebewesen seine Umgebung auf eigene Weise wahr. Während sich eine Zecke vor allem an Temperatur und Geruch orientiert und eine Biene ultraviolettes Licht wahrnehmen kann, erlebt der Mensch die Welt durch Farben, Sprache, Emotionen und kulturelle Zusammenhänge. Somit lebt jedes Lebewesen in seiner eigenen, durch Wahrnehmung geprägten Welt. Wahrnehmung ist keine objektive Abbildung der Wirklichkeit, sondern eine besondere Art, mit der Welt in Beziehung zu treten. 

Vielleicht teilen wir dieselbe Welt, aber nicht dieselbe Erfahrung. Gerade in diesen Unterschieden und Überschneidungen versucht diese Ausstellung, einen Raum für Dialog, Wahrnehmung und Erfahrung zu eröffnen.

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