Die fünf Filme des Alpen-Film-Festival-Programms gewinnen zurzeit zahlreiche internationale Auszeichnungen, allen voran der Film „Nanga Parbat“. Am 7. November gastiert das Alpen Film Festival mit seinem Programm im STUDIO Filmtheater in Kiel.
Der Hauptfilm „Nanga Parbat – Echoes of Sisyphus“ ist der große alpinistische und philosophische Fixpunkt des Abends: ein Film, der die Zuschauer in die Todeszone und in die Gedankenwelt eines Alpinisten mitnimmt, der über zwölf Jahre versucht, im Himalaja den Schicksalsberg der Deutschen zu besteigen. Die Kamera begleitet ihn bei jedem Schritt und jedem Atemzug in Bereiche, in denen zuvor noch nie eine Kamera war. Das Programm wird live moderiert und von Gästen aus der Bergsteigerszene begleitet. Dabei gibt es auch Einblicke hinter die Kulissen, die die Kamera nicht zeigt.
Alpen Film Festival im STUDIO Filmtheater, Studio 1, Wilhelminenstraße 10, 24103 Kiel
Tickets unter www.studio-filmtheater.de | Eintritt: 19,00 € / Cinfinity: 13,00 €
Samstag, 7. November 2026 | Beginn: 20:00 Uhr | Laufzeit: 105 Minuten
www.alpenfilmfestival.de
Bergfilm ist wie Hollywood – nur in echt
Beim Alpen Film Festival ist immer richtig Stimmung im Saal: Denn Bergsteiger sind
leidenschaftlich, und ebenso leidenschaftlich ist das Programm. Es erzählt von Liebe und
Zusammenhalt, von Menschen, die voller Hingabe den Bergwald aufforsten, oder von zwei jungen Männern, die in einer Lawine fast ihr Leben verlieren.
Das Programm
„Ein ganz normales Leben“ porträtiert ein bergnarrisches Ehepaar, das seit rund 60 Jahren gemeinsam klettert, reist, trainiert und Abenteuer erlebt. Der Film ist heiter, berührend und überraschend tief: eine Reflexion darüber, wie Freiheit, Liebe, Verantwortung und gelebte Werte über ein ganzes Leben hinweg zusammenfinden können.
„Steile Karrieren“ richtet den Blick auf die Arbeit am Bergwald. Die Pflege und Sanierung eines intakten Schutzwaldes ist kein schneller Erfolg, sondern ein Generationenprojekt. Der Film zeigt, wie viel Geduld, Wissen und Verantwortung nötig sind, damit Bergregionen auch in Zukunft geschützt bleiben.
In „50-50“ stehen die Alpinistinnen Ines Papert und Sarah Hueniken im Mittelpunkt. Der Film erzählt von einer Seilschaft als etwas, das weit über gemeinsames Klettern hinausgeht. Eine gute Seilschaft bedeutet Vertrauen, Verständnis und gegenseitige Stärkung. Papert und Hueniken zeigen, dass Erfahrung, Reife und Freundschaft eine eigene Kraft entfalten – und dass das Alter im Bergsport nicht das Ende von Möglichkeiten bedeutet, sondern manchmal erst deren Vertiefung.
Den Film „Fathom“ hätte es eigentlich nie geben sollen. Die Brüder Jakob und Matthias Weger werden in den Dolomiten von einem Schneebrett erfasst. Aus einem Freeride-Abenteuer wird eine Konfrontation mit der Realität des Risikos. Der Film fragt, ob Bergsportfilme nur Heldengeschichten erzählen dürfen – oder ob sie auch die bitteren Momente zeigen müssen, aus denen echtes Lernen entsteht.
Der Extrembergsteiger David Göttler steht an der Spitze des internationalen Höhenbergsteigens. Doch er riskiert Karriere, Ansehen und Respekt, als er über zwölf Jahre hinweg am selben Berg scheitert: keine Träger, keinerlei Hilfe, nur er allein und die größte Wand der Erde. In „Nanga Parbat – Echoes of Sisyphus“ wird erzählt, was es bedeutet, am „Schicksalsberg der Deutschen“ zu scheitern – und dennoch dranzubleiben. Das filmische Epos ist exklusiv in diesem Programm zu sehen. Die Macher des Programms sind live vor Ort, um über das filmische Erleben hinaus mit dem Publikum den Bergfilm zu feiern.