Zwischen Innen und Außen
Forschen. Experimentieren. Gestalten. Sichtbar machen.
Die Sicht-Bar schafft im Pop-up-Pavillon Kiel einen gemeinsamen Experimentierraum, in dem
Geschichte, Musik, Naturphänomene und visuelle Experimente aufeinandertreffen. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen – von der Grundschule bis zur Oberstufe – erforschen Stadtgeschichte, entwickeln Bilderbücher, erkunden surreale Bildwelten und experimentieren mit Musik und Visuals. Die Ergebnisse münden täglich in
raumgreifende Projektionen, die den Pavillon verändern und Innen und Außen miteinander verbinden. So wird der Raum im Laufe der Woche immer wieder neu gestaltet – durch die Ideen, Fragen und kreativen Prozesse der Beteiligten.
Im Zentrum steht das gemeinsame
Aushandeln und Gestalten über unterschiedliche Disziplinen, Altersgruppen und Ausdrucksformen hinweg. Ideen werden geteilt, verändert, miteinander verknüpft und in gemeinsame Bildwelten (Bild-, Klang- und Erfahrungswelten) übersetzt. Es entstehen nicht nur einzelne Arbeiten, sondern ein
gemeinsam gestalteter, sich stetig wandelnder Raum.
Wenn die Dämmerung hereinbricht, treten die Ergebnisse auf den Glasfassaden des Pavillons nach außen. Die abendlichen Projektionen machen die Vielfalt der entstandenen Arbeiten und das gemeinsame Gestalten öffentlich sichtbar – als lebendiges Zusammenspiel von
Raum, Geschichte, Klang und Bild. Zugleich werden sie zum Ausgangspunkt für Begegnung und Gespräch: Was ist entstanden? Wie ist es entstanden? Und was entsteht, wenn wir unsere Ideen miteinander teilen und weiterentwickeln?
Die
Sicht-Bar steht exemplarisch für die Arbeitsweise des Landesprogramms „Zukunft Schule im digitalen Zeitalter“: Sie verbindet analoges und digitales Gestalten, fachübergreifendes Arbeiten, gemeinsames Forschen und die aktive Gestaltung von Lern- und Erfahrungsräumen. Zugleich öffnet sich dieser Lernraum nach außen: Der Pavillon ist während der Woche für alle Interessierten zugänglich und lädt dazu ein, zuzuschauen, mitzumachen oder einfach einzusteigen.
So wird „Zwischen Innen und Außen“ auch zu einem Bild für eine Schule, die sich öffnet, Beteiligung ermöglicht und Lernen als gemeinsamen, lebenslangen Prozess versteht. Kontakt:
Achim.kirsch@iqsh.landsh.deTEL.: 01794999368
PROGRAMM | POP-UP-PAVILLON KIEL | 2.–7. NOVEMBER 2026
Täglich ab 17:30 Uhr – Öffentliche Fassadenprojektionen zeigen die Ergebnisse des Tages. Die entstehenden Bild-, Klang- und Gestaltungswelten verbinden den Innenraum des Pavillons mit dem öffentlichen Stadtraum.
MONTAG, 2. NOVEMBER | Zeitschichten – Stadtgeschichte als
Bewegtbildinstallation
Der Profilkurs Kunst des 13. Jahrgangs der Käthe-Kollwitz-Schule setzt sich künstlerisch mit der Geschichte und den Veränderungen des Stadtraums auseinander. Ausgehend von historischem Filmmaterial aus dem Landesarchiv Schleswig-Holstein entwickeln die Schülerinnen und Schüler eigene visuelle Interpretationen.
Begleitung: Katharina Abermeth, IQSH, und Achim Kirsch, IQSH
DIENSTAG, 3. NOVEMBER | Elektronische Musik und Bewegtbild – Offenes Labor
Elektronischer Klang, Rhythmus, visuelle Effekte und bewegte Bilder werden experimentell miteinander verbunden. In einem offenen Labor entstehen audiovisuelle Kompositionen und Live-Visualisierungen, die das Zusammenspiel von Musik und Bild erfahrbar machen. Das abschließende Konzert greift die entstandenen Beiträge auf und bietet allen Interessierten Gelegenheiten zum Mitmachen.
Begleitung: Michael Knarr, IQSH
15:30–17:00 Uhr – Workshop „Elektronische Musik und Bewegtbild“ (für alle Interessierten)
18:00 Uhr – Konzert mit „Aural Abyss“
MITTWOCH, 4. NOVEMBER | Bilderbücher – „Begegnungen“
Vormittags – Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs der Käthe-Kollwitz-Schule entwickeln Bilderbuchideen zum Thema „Begegnungen“. Sie erproben, wie Figuren, Bilder und Geschichten gestaltet und zu eigenen Erzählwelten verbunden werden können.
Nachmittags, 14:00–17:00 Uhr – Offene Werkstatt „Erzählen mit Bildern – digital und experimentell“ zum Thema Begegnungen für Groß und Klein (ab ca. 8 Jahre).
Begleitung: Dorothe Knapp, IQSH
DONNERSTAG, 5. NOVEMBER | „Monstergarten“ – Von der Zeichnung zur Augmented Reality
Vormittags – Unterrichtserprobung mit einer 6. Klasse der Käthe-Kollwitz-Schule
Ausgehend von Zeichnungen und Frottagen entstehen fantasievolle Wesen und Strukturen. Diese werden digitalisiert, in 3D-Animationen überführt und mithilfe von Augmented Reality in neuen räumlichen Zusammenhängen erfahrbar gemacht.
15:00 Uhr – Fortbildung für Lehrkräfte und Interessierte
Die Teilnehmenden erproben die Gestaltungskette von der analogen Zeichnung über die 3D-Animation bis zur AR-Präsentation und reflektieren die Möglichkeiten für den Unterricht.
Begleitung: Achim Kirsch, IQSH
FREITAG, 6. NOVEMBER | Zeitschichten – Ausstellung und Vortrag
Die entstandenen Arbeiten zur Stadtgeschichte werden in einer Ausstellung präsentiert. Sie eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Erinnerung, Veränderung und den Umgang mit historischem Bildmaterial.
Begleitung: Katharina Abermeth, IQSH, und Achim Kirsch, IQSH
17:00 Uhr – Vortrag von Henry Krasemann zum Thema Zeitschichten
SAMSTAG, 7. NOVEMBER | Performatives Bewegtbild – Tagtool und immersive
Bildräume Studierende der Muthesius Kunsthochschule experimentieren mit der Applikation Tagtool und entwickeln gemeinsam Live-Visualisierungen. Zeichnung und Bewegtbild verbinden sich in einem performativen Setting zu
einem gemeinsam gestalteten immersiven Bildraum.
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 11:00–18:00 Uhr. Der Pavillon lädt dazu ein, Arbeitsprozesse
kennenzulernen, Ergebnisse zu entdecken und – je nach Angebot – selbst gestalterisch aktiv zu werden.