Gemeinsame Bildfindung zwischen Aushandlung und öffentlicher Projektion
Im November 2026 wird der Pop-up Pavillon in der Kieler Altstadt für eine Woche zu
einem offenen, leuchtenden Arbeits- und Projektraum. „Zwischen Innen und Außen“ ist
ein partizipatives Kunst- und Vermittlungsprojekt, das sich an jedem Tag einem eigenen
thematischen Schwerpunkt widmet. Diese Themen werden gemeinsam verhandelt,
künstlerisch erforscht und in eine bewegte Projektionsinstallation übersetzt.
Unterstützt mit der App Tagtool verwandelt sich der Pavillon in ein performatives Studio:
Digitale Zeichnungen entstehen live auf Tablets und werden in Echtzeit über Beamer auf
Fensterflächen und Fassaden projiziert. Linien, Formen, Figuren und Typografie wachsen,
verändern sich und reagieren aufeinander. Innen- und Außenraum verschmelzen zu einer
gemeinsamen Projektionsfläche im Stadtraum.
Tagsüber ist der Pavillon ein offenes Atelier. Besucherinnen, Schulklassen, Passantinnen
und Fachpublikum sind eingeladen, in Workshops, Beiträgen und Fortbildungen an den
jeweiligen Tagesthemen zu arbeiten, eigene Perspektiven einzubringen und gemeinsam
visuelle Motive zu entwickeln. Die Themen werden dabei nicht vorgegeben, sondern im
Austausch ausgehandelt und im Laufe des Tages weitergeschärft.
Am Nachmittag und Abend fließen die Ergebnisse dieser Aushandlungen in eine täglich
neu entstehende Projektionsinstallation an der Fassade des Pavillons ein. In der
einziehenden Dunkelheit wird der Pavillon zu einem leuchtenden Ort, an dem
künstlerische Auseinandersetzung, Vermittlung und Öffentlichkeit zusammenkommen.
„ZwischenInnen und Außen“ macht thematische Aushandlungsprozesse im Stadtraum
erfahrbar und zeigt, wie gemeinsame Aushandlung, Licht und Bewegung neue Formen
von Öffentlichkeit erzeugen.