Immer wenn Saša Stanišić spricht, entstehen Geschichten. Gespeist durch die eigene Biografie und Fantasie, versammelt sein aktuelles Buch zehn literarische Ansprachen wider das Nichtstun – Texte über Flucht, Herkunft, Bildungsgerechtigkeit und die Macht der Vorstellungskraft.
Da ist die Rede von der schönen, strengen Mathelehrerin, die im Angesicht des Jugoslawien-Krieges neben Mathematik auch Empathie lehrte. Oder die Rede über die Relevanz von akribischer Recherche für Literatur über das Weltgeschehen.
Mit Witz und Ernsthaftigkeit, Phantasie und Sorgfalt ermutigt der Autor in „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird“ (Luchterhand) dazu, die eigenen „Stromkreise“ neu zu denken.
Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad (Jugoslawien) geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Seine Erzählungen und Romane (darunter »Herkunft«, »Vor dem Fest«) wurden in über 40 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Saša Stanišić schreibt u.a. Romane, Kinderbücher und Hörbücher.
Eine Kooperation mit dem Literaturhaus Schleswig-Holstein