LOVE GAME ist eine fortlaufende performative Rauminstallation. Ausgangspunkt ist das Tennisspiel - ein Spiel, das ohne Punkteverlust gewonnen wird, in dem jedoch verliert, wer nicht punktet. Die Null wird als „Love“ gezählt: Liebe hat keinen Wert, bedeutet also nichts.
In der Arbeit werden emotionale Dynamiken auf Objekte, Maschinen und Materialien übertragen. Gänseblümchen, Tennisballmaschinen und Netze, Herzluftballons und der Kaktus, Ballsammelroboter und Liebesschlösser werden zu Akteur*innen, die Bewegungen ausführen, Gesten senden, Bälle wie Küsse werfen – sie prallen ab, fallen zu Boden oder bleiben unbeantwortet. Mit jeder Wiederholung entstehen Spuren, kleine Verschiebungen, Zeichen der Bemühung. LOVE GAME erzählt von Bindung, Projektion und dem immer-wieder-Versuchens - auch dann, wenn nichts zurückkommt.
Hülya Braasch
Hülya Braasch studiert Bildhauerei und Bühnenraum an der HFBK Hamburg und macht derzeit ihren Abschluss. Ihre Arbeiten verbinden Skulptur, Bühne und Performance, indem sie emotionale Dynamiken in Objekte, Maschinen und performative Handlungen übersetzt. So treten die Arbeiten in direkte Beziehung zum Publikum und verbinden Material, Bewegung und Gefühl auf unmittelbare Weise.