Schülerinnen und Schüler der Stiftung Louisenlund präsentieren ihre Projekte im Rahmen „Jugend forscht“
Christoph Julius von Rodbertus & Philipp Grieffenhagen
Abwehrspray gegen Drohnen
AntiSpy
Die zunehmende Verbreitung von Drohnen stellt ein wachsendes Risiko für die Sicherheit kritischer Infrastrukturen dar. Bekannte Methoden zur Drohnenabwehr wie Störsender oder das Abfangen mit Netzen kann Menschen am Boden jedoch durch unkontrollierte Abstürze gefährden. Christoph Julius von Rodbertus und Philipp Grieffenhagen entwickelten daher ein alternatives KI-gestütztes System, das verdächtige Drohnen frühzeitig erkennt und zerstörungsfrei neutralisiert. Ein stationäres Kamerasystem überwacht dabei den betreffenden Luftraum und meldet fremde Flugobjekte. Nach Bestätigung startet eine Abwehrdrohne und sprüht aus sicherer Entfernung eine stark trübende Flüssigkeit auf Basis von Aktivkohle auf die Kamera der fremden Drohne. Diese Sensorblendung blockiert deren Sicht, ohne sie zu beschädigen.
Jakob van der Lip
Mikroplastik in der Schlei
Mikroplastik stellt heutzutage ein großes Problem in Gewässern dar. Es dient als Überträger von Giftstoffen und wird als Gefahr für Mensch und Tier angesehen. Daher kam unsere Motivation, in der Schlei (direkt vor unserer Haustür) das Mikroplastikvorkommen zu untersuchen und statistische Daten anzustellen. Wir nehmen hierfür wöchentlich Proben mit einer speziellen Mikroplastikpumpe (KC Denmark), welche Wasser durch ein Sieb schleust. In diesen Sieben sammeln sich die kleinen Fasern und Fragmente, die wir anschließend direkt an Bord unseres Forschungsschiffes auswerten und quantifizieren können. Damit wollen wir Rückschlüsse auf Verschmutzung der Gewässer durch Plastik beziehungsweise anthropogene Einflüsse zu ziehen.
Außerdem wollen wir einen interessanten Sachverhalt an der Kläranlage in Schleswig untersuchen, bei der es im Jahre 2019 einen Vorfall gab, während dessen große Mengen an Mikroplastik in die Schlei geraten sind. Diese Auswirkungen wollen wir versuchen, auch heute noch nachzuweisen.
Lena Dreessen
Mission Korrosion
Die Ostsee gilt bis heute als ein durch historische Altlasten belastetes Meer. Auf ihrem Grund lagern zahlreiche Wracks sowie große Mengen an Weltkriegsmunition, die über Jahrzehnte der Korrosion im Meerwasser ausgesetzt waren. Dabei werden kontinuierlich Metalle und Explosivstoffe freigesetzt, deren Auswirkungen auf Umwelt und Ökosysteme zunehmend in den Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen rücken. Besonders problematisch ist dabei die Sensibilität des Ostsee-Ökosystems: Als Brackwassermeer mit langsamer Wassererneuerung reagiert die Ostsee besonders empfindlich auf langfristige Schadstoffeinträge. Die Altlasten stellen somit eine schwer kontrollierbare und dauerhafte Belastungsquelle dar.
Der Vortrag beleuchtet darüber hinaus die Transportprozesse und die ökologische Relevanz dieser Schadstoffe. Im Mittelpunkt stehen nordostwärts gerichtete Küstenströmungen, mesoskalige Wirbel sowie Prozesse der Verdünnung und Verdriftung, durch die sich Schadstoffe großräumig verteilen können. Gleichzeitig führt die diffuse Hintergrundbelastung zu einer schleichenden Akkumulation in Sedimenten und Organismen. Der Vortrag gibt einen Einblick in die komplexen Wechselwirkungen zwischen hydrodynamischen Prozessen und ökologischen Folgen und zeigt auf, welche Herausforderungen sich daraus für den Schutz der Ostsee ergeben.
Die Vorträge beginnen um 18 Uhr im Physikalischen Institut, direkt neben der Universitäts-Bibliothek, Leibnizstr. 11-13 (Eingang), Raum 230.
KVG-Busse: Haltestellen „Leibnizstrasse“ oder „Botanischer Garten“
KFZ-Parkplätze frei hinter dem Physikzentrum, Leibnizstr. 15-19 (an der Bus-Endhaltestelle KVG „Botanischer Garten“)
Bei niedergelassener Schranke eingangs der Leibnizstrasse über Mikrofon Besuch anmelden!
Treffpunkt: 17:45 Uhr am Eingang CAU-Physikzentrum Leibnizstr. 11-13