Vortrag von Prof. Dr. Dietrich Boschung (Köln)
Der Vortrag bespricht mit ausgewählten Beispielen die Inszenierung antiker Skulpturen in monarchischen Residenzen seit der Renaissance. Hatte Isabella d’Este ihre Antiken in Mantua im Rahmen ihres Studiolos aufgestellt, so wurden die Statuen, Büsten und Reliefs später in die Repräsentationsräume des Palastes integriert. Nördlich der Alpen richteten die Herzöge von Bayern im späteren 16. Jahrhundert in der Münchner Residenz einen prachtvollen Ausstellungsbau für ihre antiken Skulpturen ein. Seit dem Ankauf der Sammlung Gonzaga durch Karl I. von England wurden Antikensammlungen Teil der königlichen Repräsentation. In den wechselnden Konzepten der Aufstellung zeigen sich jeweils spezifische Einschätzungen der Bedeutung antiker Bildwerke.
Die Veranstaltung ist Partner von Science Comes to Town.