Wie können wir die Stadtgeschichte von Anfang an und aus neuen Perspektiven erzählen? Mit dieser Frage wendet sich das Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum an alle Interessierten.
Zu sechs Themen gibt es Veranstaltungen – nicht im Museum, sondern an Orten, die mit dem jeweiligen Thema in Verbindung stehen.
Eingeladen sind alle, denen das Thema "Armut" besonders am Herzen liegt. Wir treffen uns in der Sozialkirche, Stoschstraße 52. Das Museumsteam rollt mit dem „mobilen Inkubator“ an, einem Fahrradanhänger voller Infos zur Kieler Geschichte.
Stadtgründer Graf Adolf IV. wählte freiwillig ein Leben in Armut, als er 1239 dem Orden der Franziskaner beitrat. Doch in den meisten Fällen ist Armut unfreiwillig. Schon im Mittelalter war es eine Aufgabe der Stadt, Arme zu unterstützen. Nur selten erfährt man, wie die Betroffenen darüber dachten. Was ist wichtig, um ihre Geschichte zu erzählen?
Nach einem Kurzvortrag von Dr. Christian Hoffarth stellt Museumsleiterin Dr. Sonja Kinzler kurz das Anliegen des Inkubators vor. Danach beginnt der offene Workshop-Teil. Alle entscheiden selbst, welche Stationen sie besuchen, wie sie sich beteiligen und wie lange sie bleiben. Es gibt auch kleine Snacks und Getränke.
Historischer Stadtplan und Zeitleiste geben einen Einblick in vergangene Epochen, die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte steuert grundlegende Werke zum Durchblättern bei. Teilnehmende können ihre eigene Geschichte erzählen, einen Museumsraum einrichten oder einfach Ideen an eine Pinnwand hängen.
Aus den Ergebnissen der Inkubator-Reihe entsteht 2027 eine Ausstellung im Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof.
Einlass ab 17:45 Uhr
Sonderinfos
In der Sozialkirche, Stoschstraße 52, 24143 Kiel