Vortrag zu Wirkung von Desinformation und möglichen Gegenmaßnahmen.
In den vergangenen Jahren haben gezielte Desinformationskampagnen autoritärer Staaten deutlich zugenommen. Staatliche Akteure wie Russland und China setzen zunehmend koordinierte digitale Einflussoperationen ein. Dabei werden staatliche Medien, Online-Netzwerke, verdeckte Kommunikationsstrukturen und zunehmend auch KI-generierte Inhalte miteinander kombiniert, um öffentliche Debatten zu beeinflussen, gesellschaftliche Polarisierung zu verstärken und Vertrauen in demokratische Institutionen zu untergraben. Obwohl Desinformation kein neues Phänomen ist, hat das Thema insbesondere seit einschneidenden politischen Ereignissen wie dem Brexit-Referendum, der US-Präsidentschaftswahl 2016 oder dem Krieg in der Ukraine erheblich an Aufmerksamkeit und politischer Relevanz gewonnen.
Wie groß ist die Gefährdung, die von Desinformation für demokratische Systeme ausgeht? Von welchen Akteuren geht Desinformation aus und an wen richtet sie sich? Wie entfaltet sie Wirkung? Und schließlich: Welche Gegenstrategien sind geeignet, um die Resilienz demokratischer Systeme nachhaltig zu stärken?
Gemeinsam mit Charlotte Freihse (Bertelsmann Stiftung) befassen wir uns mit Desinformation nicht nur als politisches Schlagwort, sondern beleuchten ihre Mechanismen, Akteure, Wirkung und Gegenmaßnahmen anhand praktischer Beispiele.