Wieder da! Das Recherchestück, das einen weiteren Stein ins Rollen brachte und zum zweiten Teil von Dirk Schäfers Familientrilogie geworden ist, die er zusammen mit Ellen Dorn entwickelte, und die in dieser Spielzeit jetzt einmalig im Zusammenhang gezeigt wird.
1. Teil: Hinter den Wölfen – 14.03.2027 | 3. Teil: Salto Cannibale – 21.03.2027.
Eine über sieben Jahre aus Recherchen heraus entstandene Trilogie, in der jeder Teil ganz für sich steht, aber deren drei Teile gleichzeitig zutiefst ineinandergreifen und als Beiträge zur Aufarbeitung von Nationalsozialismus und von Kolonialismus Brücken über drei Generationen bis ins Heute schlagen.
Einem Menschen sein Leben zurückzugeben, seinen Namen wiederzufinden - vor zwei Jahren begann Dirk Schäfers Recherche zum Schicksal seiner Tante, deren Spur sich im ehemaligen „deutschen Sudetengau“ verloren hatte. Die Suche fing an mit quasi nichts in den Händen, daraus entstanden ist ein Theaterabend über systematisches Vergessen, über Verdrängen und die Möglichkeit des Erinnerns. Sie, das Mädchen, wurde 15 Jahre alt - sie starb 1943 in der Gau-, Heil- und Pflegeanstalt Wiesengrund nicht an ihrer körperlichen Behinderung, sondern in Folge des NS-Euthanasieprogramms T 4 im Rahmen der dezentralen Euthanasie. Anklänge an Lasker-Schüler, Brahms und Kreisler, vor allem aber Schäfers eigene Texte und Lieder entfalten ein Kaleidoskop aus Musik, Gesang, Spiel, Poesie und Fakten und geben dem Unaussprechlichen eine Stimme. Sie laden ein zu einem beherzten Blick auf einen unfreiwilligen Tod, um das Leben zu feiern und ein Mädchen zurückzuholen an seinen Platz unter uns.
(Stehende Ovationen auf dem FESTIVAL DUISBURGER AKZENTE).
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