Mit dem Rad durch die Probstei: Historische Tour zum Gut Schmoel
Die erste historische Radwanderung des Probstei Museums in diesem Jahr startet am Dienstag, dem 28.04.2026, um 14:00 Uhr. Das Ziel dieser Tour ist das Gut Schmoel. Treffpunkt ist der Museumshof an der Ostseestraße in Schönberg. Nach einer kurzen Einweisung auf der Diele des Museums geht es zunächst zur Schönberger Windmühle. Hier erfahren die Teilnehmenden viel über die Mühlenkultur in der Probstei. Auf dem Hof Wiese in Krummbek wird über das Wirken des Baumeisters Hermann Göttsch in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts berichtet. Weiter geht es an unserem Wasserwerk vorbei nach Bendfeld. Auf dem Hof Stoltenberg-Göttsch steht noch ein sehr gut erhaltener Bohlenspeicher aus dem 16. Jahrhundert. Von Bendfeld aus führt die Route durch den Rögen, ein für unsere Verhältnisse großes bewirtschaftetes Waldstück, in den Gutsbezirk Schmoel.
Aus dem Rögen heraus muss eine kurze, aber heftige Steigung überwunden werden – auch schiebenderweise –, von deren Gipfel sich den Mitfahrenden ein Blick über ein großes Photovoltaikfeld und darüber hinaus über bereits blühende Rapsfelder bis zur Ostsee bietet. An der Zufahrt des Gutes ist der sogenannte Hexenstein zu sehen. Er soll an die Hexenprozesse des Gutsherrn Christoph von Rantzau in den Jahren 1666 bis 1686 erinnern (nachzulesen in „Gut Schmoel in dunkler Zeit: Christoph von Rantzau und seine Hexenprozesse“ von Manfred Jacobsen).
Der Gutshof empfängt die Teilnehmer mit seinem Torhaus aus dem Jahr 1699, das von Detlev Reventlow und seiner Frau Dorothea erbaut wurde. Auf dem Hof selbst sind die Haferscheune aus dem Jahr 1706 und die Weizenscheune aus dem Jahr 1697 mit ihren neuen Reetdächern zu bewundern. Vom Gutshof aus geht es mit Blick auf die Ostsee durch die Gutsfelder zum Schmoeler Biotop. Dieses wird umrundet, der Grenzgraben zur Probstei überquert und nach kurzer Zeit wird der Ort Stakendorf erreicht. In den Dörfern Bendfeld und Stakendorf ist die ursprüngliche Rundlingsanlage sehr gut zu erkennen. In Stakendorf selbst sind etliche Bauwerke von Hermann Göttsch zu bewundern. Nach weiteren vier Kilometern steht am Ortseingang von Schönberg mit der „Villa Dietrich” der wohl prachtvollste Bau von Hermann Göttsch.
Gegen 18:00 Uhr sind die Teilnehmer wieder am Ausgangspunkt in Schönberg angekommen.
Die ca. 25 km lange Tour kann von allen bewältigt werden. Selbstverständlich gibt es keine Einwände gegen die Benutzung eines Elektrofahrrads. Trinkbares und Verpflegung sollten mitgeführt werden, da keine Einkehrmöglichkeit besteht. Den Regenschutz bitte nicht vergessen, denn gefahren wird nicht nur bei gutem Wetter. Die Teilnahme kostet pro Person 4,00 €.
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung unter 04344 3174 oder über die E-Mail-Adresse info@probstei-museum.de. Die Teilnahme an der Radtour erfolgt auf eigenes Risiko.
Die nächste Radwanderung führt am 12.05.2026 nach Probsteierhagen.