Die Ausstellung fragt danach, welche Bedeutung die in den Gemälden dargestellten Menschen für die Kieler Stadtgeschichte oder innerhalb der städtischen Gesellschaft hatten und welche künstlerische Intention hinter ihrer Darstellung steckte.
Die Ausstellung widmet sich mit neuen stadthistorischen Fragestellungen der Kunstsammlung „Fördegalerie“ des Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseums. Obwohl deren motivischer Fokus bei Landschaften und Stadtansichten liegt, offenbaren die Bilder auch einen Blick auf die Menschen und die städtische Gesellschaft Kiels, selbst dann, wenn Personen nur als Staffagefiguren vorkommen oder vielleicht gar nicht abgebildet sind. Neben wenigen Porträtdarstellungen finden sich auf den Kiel-Ansichten immer wieder Personengruppen wie Fischer, Marinematrosen, Werftarbeiter, aber auch Passant*innen im Großstadtbild oder Menschen in der Freizeit und natürlich zur Kieler Woche.
Die Ausstellung fragt danach, welche Bedeutung diese Menschen für die Kieler Stadtgeschichte oder innerhalb der städtischen Gesellschaft hatten und welche künstlerische Intention hinter ihrer Darstellung steckte. Gegliedert ist die Schau nach historischen Epochen, in denen sich der Wandel von Stadt und Gesellschaft aber auch der künstlerischen Sichtweisen eben darauf zeigt: Angefangen in Dänischer Zeit mit romantischen Landschafts- und Stadtansichten über die wilhelminischen Kaiserzeit mit oftmals impressionistischen Darstellungen des neuen urbanen Lebens in der Werften- und Marinestadt wird ein Bogen geschlagen bis hin zur Nachkriegsentwicklung mit dem modernen Wiederaufbau Kiels, auf den die nachfolgenden Künstler*innengenerationen mit kritischen bis nüchtern-realistischen Darstellungen reagierten.